Tandem-hike & Fly-Tour ( La Cauma, Alp Riein )


Wider erwarten ist der Himmel an jenem Sonntag morgen blau und wolkenlos. Keine Nebelbänke verdecken den Startplatz La Cauma, oberhalb Alp Riein, was im Herbst in der Früh vielfach der Fall ist.

Vom Sitzplatz aus sehen wir stehts zu diesem Startplatz hoch. Ein faszinierender Ort, am Fusse des Piz Fess-Massivs. Mit dem Soloschirm war ich schon öfters dort oben, doch heute wollen wir es mit dem Tandem wagen.

Nach einem kleinen, nachhaltigen Frühstück lade ich die Tandemsäcke ins Auto. Der Schirm trägt meine Frau Nina, der Rest ist bei mir verstaut. Nach kurzer Fahrt bis Riein, Auto parkiert und los geht’s.

Der Aufstieg beginnt steil, über Wiesen und durch Wälder. Man sollte nicht zu schnell losmarschieren um gleich wieder keuchend rasten zu müssen. Wir geniessen die Lichtspiele der aufgehenden Morgensonne, die durch das Geäst scheint. Nach ca. 50min erreichen wir die Alp Riein, stärken uns und beschliessen weiter zum Startplatz la Cauma zu wandern. 

 

Die Baumgrenze lassen wir hinter uns und streifen durch die zahlreichen Alpenrosenbüsche.

Der Boden im Schatten der Büsche ist noch gefroren, wir gehen langsam und sicheren Schrittes weiter.

Die Aussicht ist wundervoll und zwingt uns öfters stehen zu bleiben. Die Surselva scheint unendlich weit zu sein.

Die Freude ist gross als wir am Ziel ankommen, aber nur kurz, denn starke, thermische  Ablösungen fegen über die Wiese. Die Grashalme tanzen wild und synchron hin und her.

Jetzt mal Pause. Trotz den heftigen Windböen geniessen wir die Aussicht und liegen im Gras. Die Bergdolen soaren gekonnt an der Flanke. Einige schossen mit angezogenen Flügeln an uns vorbei, gefolgt von einigen anderen. Es scheint ein schönes Spiel zu sein, doch für uns ist ein Start momentan undenkbar. Zu kurz sind die ruhigen Phasen für einen sicheren Start.    

Nach über einer Stunde geniessen, dösen und sich schon mit dem Abstieg befassend, bemerken wir, dass sich die Böen abschwächen und zeitweise sogar kaum ein Lüftchen weht. Unsere Chance den Start zu wagen. Sofort auspacken, Schirm aufhändeln um Windstärke zu checken,rein in die Sitze und startbereit.

 

 

2, 1....los!

 

Thermiksuche nach dem Start
Thermiksuche nach dem Start
Aufdrehen über Alp Riein
Aufdrehen über Alp Riein

Jetzt nur noch geniessen!

 

Ein Blick in das Tal des Lichtes:

 

Val Lumnezia.

 

 

Hoch über der Alp Riein.

Dann nehmen wir Kurs in die Surselva, in unser Domizil.

Wir geniesen noch den bevorstehenden Gleitflug.

Schade ist, dass solch schöne Tage immer ein Ende haben müssen. Schön ist aber.....

 

....dass wir das immer wieder und wieder machen können.

Ostermontag-Tandemflug

Kurze Startphase bei Windstille oberhalb Ladir im Restschnee, welcher in der kühlen Nacht gefallen war. Nach dem Start konnten wir mit ruhiger, lokaler Thermik zur Basis hochsteigen, auf ca. 1500m. Wir hatten nichts dabei an elektronischen Geräten, weder GPS noch Fotoapparat, auch kein Handy, um die eindrückliche Stimmung festzuhalten. Von der Basis über Ladir überflogen wir Ilanz, dann Luven und unerwartet und doch gehofft, direkt in die Thermik, welche uns die Möglichkeit gab den Bündnerrigi anzusteuern. Allmählich bekamen wir kalte Finger und somit drehten wir unmittelbar vor dem Bündnerrigi-Restaurant ab und steuerten den Landeplatz in Strada an. Noch ein paar kleine Turbulenzen über der Kante, was auf Bergwind deuten könnte, wie sich dann auch herausstellte. Zufällig filmte mein Schwager den Landeanflug und wir beendeten einen 

45-minütigen, gemütlichen Ostermontagsflug.